Franz ein Fortsetzungsroman

 Kapitel 1 Seite 4

Eine Beinschiene , die im Bett lag und ein Schlauch lagen auf der rechten Bettseite und hinderten Ihn daran , sich zu bewegen . Er hatte gerade vom Strand geträumt und nun erwachte er in der Realität und alles fiel Ihm wieder ein , aber dieses Mal war es nicht mehr so schlimm , denn er hatte sich schon ein wenig mit den Gegebenheiten abgefunden und sein Unterbewußtsein hatte sich  damit auseinandergesetzt . Er würde das Beste daraus machen und ausserdem sagte er sich selbst , diese Chance darf er nicht verpassen . Aber zuerst mussten einige notwendige Dinge erledigt werden , fast vergass er darüber , dass ja das Bein gebrochen war . Wie auf Stichwort ging die Tür auf und eine Flut von weißen Kitteln schwebte in den Raum . Es waren etwa 15 Menschen , die hereinströmten ,denn heute war Studententag , wie er später von der kleinen Schwester erfuhr . Allen voran kam ein graumelierter , große Ruhe ausstrahlender Arzt mit wachen Augen , die von einer modernen Brille bekleidet wurden . Er brgrüßte Franz sehr höflich , doch distanziert und bat Ihn und die vielen Menschen zu entschuldigen , aber wie er in sehr reinem Hochdeutsch sagte , sei er ein interessanter Fall , den er seinen Studenten gern ausführlich erläutern würde und bat Ihn um sein Einverständnis . Franz , der gerade mit sich im Reinen war , erklärte sich gerne bereit und nun wurde etwa zehn Minuten über seinen Beinbruch gefachsimpelt . Nachdem er bemerkt hatte , dass er die meisten Sachen nicht verstand , schaltete er auf Durchgang , er hörte nur , glatter Bruch  , Unterschenkel usw. Als Doktor T. zum Ende kam , hatte er soviel verstanden , dass die Reha - Phase so schnell wie möglich beginnen sollte und das war auch in seinem Sinne . Am nächsten Morgen um 6.30 Uhr ging die Tür auf und zwei Schwestern , eine Lernschwester  und eine Ältere , kamen ins Zimmer . Guten Morgen , Herr K . Wie gehts uns denn heute morgen ? Franz dachte , die klassische fatale Ansprache , aber er spielte das alte Spiel mit und rief gutgelaunt , gut gehts uns und wie gehts Ihnen ? Die Ältere der Beiden verzog keine Miene , aber die Lernschwester wurde ganz rot und prustete los , denn sie musste sich das Lachen verkneifen  . Sie ging schnell hinaus , wahrscheinlich um sich auszulachen , aber Franz glaubte , einen Funken in Ihren rehbraunen Augen gesehen zu haben und er dachte , wie hübsch die Kleine doch ist , aber er war ja viel zu alt für sie . Temperatur wurde gemessen , die Frage gestellt , wie er geschlafen  und ob er Stuhlgang gehabt habe . Er verneinte und bekam natürlich die Antwort , wenn sie bis morgen keinen Stuhlgang haben , müssen wir leider einen Einlauf machen . Das Übliche , dann ging sie und er war wieder allein . In Gedanken begann er einen Plan zu schmieden  . Zuerst würde er , wie man ihn gefragt hatte , nach dem Krankenhaus zur Reha schicken , die Sozialarbeiterin , die sehr offen war , und bei der er sich aussuchen konnte , wo er die Reha machen wollte , hatte Ihm vier Angebote unterbreitet . Da er gesagt hatte , er würde gern ans Meer , um sein Asthma , das zur Zeit gut eingestellt war , zu kurieren entschied er sich für einen Ort ,den er noch nicht kannte  und über den er trotzden schon vieles gehört hatte , St. Peter Ording . Dort , weit weg von allem Geschehen , wollte er hin und in Ruhe wieder zu sich kommen . In zwei Tagen sollte es losgehen und da er nur sein Gepäck , dessen Koffer notdürftig repariert worden war , hatte , brauchte er nun nur noch in seinem Büro anzurufen um den Unfall anzuzeigen , somit war er wohl raus , aber er wollte ohnehin nie wieder zurück in sein altes Leben . Für Franz hieß es , nur noch vorwärts schauen und nicht mehr zurück . Er ging sogar soweit , zu sagen , dass er nichts von seinen Sachen aus seiner Wohnung in L . behalten wollte . Kurz entschlossen rief er seinen Chef , mit dem er auch privat befreundet war , an  und schilderte Ihm die Lage eindringlich . Er bat Ihn , alle seine Angelegenheiten zu bereinigen und da er Ihm noch einige Gefallen schuldete , sagte ihm Erhard zu, sich um alles zu kümmern und seine Sachen zu verkaufen , von dem Erlös würde er Ihm die Hälfte schicken und die andere Hälfte für ausstehende Rechnungen und sonstige Unkosten aufwenden . Nachdem sich Franz sehr bewegt bei Ihm bedankt hatte und wieder Tränen in seinen schönen blauen Augen hatte , legte er auf und seine ganze Traurigkeit fiel von Ihm ab . Er konnte , obwohl er verletzt war , voller Zuversicht nach vorne sehen und schon am nächsten Tag , nachdem noch einmal alle Strategien der Heilungsphase mit Ihm von Dr. T. durchgesprochen waren , erhielt er seine Papiere und er fuhr am Donnerstag in einem Krankenwagen nach St. Peter Ording , wahrscheinlich für 4 Wochen oder länger war er nun an seinem über alles geliebten Meer...

 Franz