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4. Mrz, 2015

Ich sitze hier an meinem Schreibtisch,der mir nicht gehört

 

die Blume vor meinem Fenster ,rosa und zart,ihre grünen Blätter recken sich zum Licht und Jemand,heute ich ,gibt Ihr manchmal Wasser,sie lebt in einem grünen Topf der,wahrscheinlich,in einem Keramikkurs,mit Blumen verziert,angefertigt wurde.
Sie sieht nach draussen in die grauen Bäume ,die an diesem grauen Frühlingstag besonders traurig anmuten .Noch ist der Knoten nicht geplatzt,noch will der Frühling sich nicht zeigen und die Knospen,die nur darauf warten ,an einem einzigen Tag zu explodieren,schlafen noch ihren seligen Wintertraum.Bald,sehr bald,beim ersten Sonnenstrahl recken sie sich dem Frühlingswind entgegen und spüren schon den Saft,der in den Bäumen lauert.Ein graues Gebäude gegenüber beobachtet jeden Tag ohne erkennbare Absicht sein Gegenüber  und auch die Blume,die auf meinem Fensterbrett steht und träumt.

Und ich sitze hier an meinem Schreibtisch,der mir nicht gehört.

4. Mrz, 2015

Es hat sich ergeben,meinen Platz zu tauschen,wie schon so oft.

Ich sitze an einem anderen Schreibtisch,dieselbe Blickrichtung auf das graue Gebäude gegenüber,nur keine Blume mit zartgrünen Blättern und rosa Blüten vor meinem Fenster. Das Gebäude sieht mich aus dieser Richtung eher vorwurfsvoll an ,statt zu beobachten und langsam komme ich mir wie ein Eindringling vor,den es hierher verschlagen hat und nun nicht weiss,was er hier anfangen soll. Noch etwas ist dazugekommen,eine schmucklose ,schlichte Strassenlaterne,die dröge aus zwei Augen auf den Bürgersteig stiert. Wahrscheinlich kommt Sie sich genauso verloren vor wie ich.

4. Mrz, 2015

Der seltsame Traum,von dem Sie heute früh besessen war, geht und geht Ihr nicht aus dem Kopf heraus. Nur spärlich  offenbart sich Ihr die Wirklichkeit in Ihrem Traum, Ihr Körper oder Geist wollen Sie nicht herauslassen. Nun untersucht Sie im Geist wie sehr Sie involviert war,und Ihr Blick richtet sich nach innen.So sehr Sie auch tagträumt und die Wesen und Gestalten aufleben lässt,so sehr entgleiten sie Ihr in einem milchigen,dunstigen Blau,das in grau und weiss übergeht und schemenhafte Gestalten an Ihrem innerlichen Blick vorbeiziehen läßt.Die Inhalte der Gespräche und Gefühle sind in widersprüchliches Vergessen getaucht,so dass Sie überlegt ,ob Sie diesen Traum wirklich geträumt hat oder Ihn aus einer anderen Nacht wieder ins Leben rufen möchte,um dieses Gefühl noch einmal zu erleben.Doch Sie wird dieses Gefühl auskosten ,das Sie so weit entrückt ,jenseits jeder Realität und schwebend in einem Zustand schwerelosen Vergessens den Ausdruck einer neuen Ebene eröffnet.

4. Mrz, 2015

Gemalt hat  Sie dieses Gefühl noch nicht,es war eine unterdrückte,merkwürdige Art,sich überhaupt nicht wohlzufühlen,aber eigentlich war dieser Zustand eher grenzwertig, denn Sie kann natürlich auch davon profitieren , indem Sie denken kann,was Sie will. Also,an diesem grauen Frühlingstag,zwei Stunden noch hier,in dieser grenzwertigen Atmosphäre,mit Lichtblick auf einen Nachmittag,der kuchenbackend,computerspielend,Kater kraulend mit Ihrem Liebsten vorübergehen würde,erkennt Sie doch auch oder gerade deswegen die Genugtuung ,Ihren Körper überwunden zu haben,Ihn aus dem Bett gejagt und hierher gebracht zu haben. Nun Er hier ist ,sich wohlfühlt,sinniert und schreibt,bildet er eine Art Kraftfeld um Sie herum,an dem jedes und alles abprallt,das jemals an Ihn herangebracht werden sollte.