4. Mrz, 2015

Text

Ich sitze hier an meinem Schreibtisch,der mir nicht gehört

 

die Blume vor meinem Fenster ,rosa und zart,ihre grünen Blätter recken sich zum Licht und Jemand,heute ich ,gibt Ihr manchmal Wasser,sie lebt in einem grünen Topf der,wahrscheinlich,in einem Keramikkurs,mit Blumen verziert,angefertigt wurde.
Sie sieht nach draussen in die grauen Bäume ,die an diesem grauen Frühlingstag besonders traurig anmuten .Noch ist der Knoten nicht geplatzt,noch will der Frühling sich nicht zeigen und die Knospen,die nur darauf warten ,an einem einzigen Tag zu explodieren,schlafen noch ihren seligen Wintertraum.Bald,sehr bald,beim ersten Sonnenstrahl recken sie sich dem Frühlingswind entgegen und spüren schon den Saft,der in den Bäumen lauert.Ein graues Gebäude gegenüber beobachtet jeden Tag ohne erkennbare Absicht sein Gegenüber  und auch die Blume,die auf meinem Fensterbrett steht und träumt.

Und ich sitze hier an meinem Schreibtisch,der mir nicht gehört.