unterwegs im Naturkundemuseum

Berlin ist ja bekanntlich eine Baustelle , wie wundert man sich , wenn mal etwas fertg wird . Ja , die Bauarbeiten in und um die Chaussestrasse sind weitestgehend abgeschlossen und die Strassenbahn fährt wieder , man kann wieder erkennen , wie schön die Häuser sind und sich so langsam in der Gegend wieder wohlfühlen . Das Naturkundemuseum ist nun noch eine Ausnahme , weil die Fenster erneuert werden und da muss man noch gehörig aufpassen,nicht von einem Kipper über den Haufen gefahren zu werden . Aber man hat ja Verständnis dafür , denn hinterher wird es um so schöner aussehen und wenn man erst mal drin ist und sich so richtig durch den ersten Raum in die hinteren , geheimnisvoll beleuchteten Räume gepirscht hat , ist man sofort von den Kreaturen und dem Flair der Räume gefangengenommen . Über Knut bis zu den Insekten , Spinnen , Gnus und Vögeln kommt man , ganz hinten in einen riesigen Raum , wo man sich nicht sicher sein kann , ob man ihn betreten darf , aber es besteht kein Verbot . Dort stehen in Regalen bis zur Decke in intimer Beleuchtung eingelegte und konservierte Objekte , die so geheimnisvoll sind , dass man nicht genau weiß, will man das sehen oder nicht . Zurück in die anderen Räume links vom Eingang komme ich gerade rechtzeitig , um die Reise von einem runden Sofa , liegend , in den Weltraum und zu unseren Nachbargalaxien zu beginnen und mich nach dem Rundgang zu erholen und völlig gestärkt und verzaubert zurück in den Strassenverkehr zu begeben . Eine Stunde war ich in einer anderen Welt und gehe nun beschwingt  wieder meinen Beschäftigungen nach . Eine schöne Erfahrung ...